Bericht Nr. 6: Die Wahlfangindustrie

– Die Walfangindustrie ist mit dem Absatz nicht mehr zufrieden, der Fang wurde reduziert und der Verkauf nimmt weiter ab.

– Die unerfŸllte Quote wird im nŠchsten Jahr als „Freifang“ auf die 20 Walfangschiffe verteilt, wird nicht gezŠhlt. Es werden meist schwangere WalkŸhe getštet, die toten ungeborenen Embryos werden ebenfalls nicht in die Quote eingerechnet.

– Seid 2016 gibt es von April bis Anfang Juni eine sog. Quotenfreie Zeit, alle Wale die in dieser Zeit gefangen werden, werden nicht in die Quote aufgenommen, es darf gefangen werden, was vor die Harpune kommt.

– Der Gewinn ist niedriger als die Investitionen, die Verluste der Walfangindustrie werden durch staatliche Gelder, die von den Steuern finanziert werden ersetzt, um (laut der Regierung) die Arbeitslosigkeit im Nordland niedrig zu halten. Das fehlende Geld wird von Innovasjonen Norge Ÿbernommen. Diese Firma nutzt Steuergelder und investiert 1,0 Millionen bis 2,5 millionen Kronen in den Walfang. Umgerechnet bekommt jeder WalfŠnger 64.000 (ca. 6,400 Euro) Kronen nur von Steuergeldern.

– Obwohl die Politiker selbst zugeben, dass der Walfang nicht nachhaltig ist wird stetig versucht zu behaupten, dass der Walfang in Norwegen keinen Einfluss auf die Population hat. Norwegen tštet knapp 1000 Wale jedes Jahr, bei einer geschŠtzten Gesamtpopulation von etwas weniger als 100.000 ist dies knapp Ÿber 1% was Ÿbertragen eine Menge ist.

– Gegen jede Logik, wird der Walfang von der Regierung unterstŸtzt.

– Es gibt ebenfalls private Investitionen

– Zur Zeit (2016) sind 20 WalfŠnger im Vestfjord und bis nach Spitzbergen unterwegs.

Zeugenbericht 20.06.2016
Walforscherin Heike Vester von Ocean Sounds hatte heute mit ihren 9 internationalen Studenten von der Uni in Bodø einen Feldkurs über Meeressäuger auf den Lofoten gestartet. Dieser Kurs hat hohe Beliebtheit und lockt Studenten aus aller Welt hier her um etwas über Meeressäuger vor allem Wale zu erfahren und sie auch zu sehen..

Wie groß war da die Freude als der 1 Zwergwal gesehen wurde von dem Uniboot bei der Überfahrt. Und wir suchten ihn verwzeifelt, aber war nicht mehr zu sehen, stattdessen fuhren 2 Walfänger kreuz und quer über das Fjord, wie so oft hat es dieser Wal wohl nicht geschafft seine Wanderung zu den Fressgründen im Norden zu erreichen….

Das Vestfjord ist in dieser Sommersaison sehr leer, man hört nur das Dröhnen von den seismischen Untersuchung die die Oelindustrie nutzt, um noch mehr Oel zu finden….sie haben wohl gelernt in den letzten 6 Jahren, dieses Fjord zu meiden..

Die Wale haben in Norwegen keine Heimat mehr, sondern treffen oft ihren viel zu frühen und grausamen Tod.

Die Steuern, die durch whale watching (und anderen Tourismus) eingenommen werden, werden direkt in das Töten von Walen gesteckt, alles wird vom Staat subventioniert..

Eine kranke Welt.

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