Operation Whale Defense 2015 erkundet die Lofoten

Ein kleines Team Freiwilliger von IMMCS Germany erkundet seit Anfang Juli auf den Lofoten die Infrastruktur der Walfänger. In dieser Woche sind zusätzlich Mitglieder des Leitungskreises eingetroffen, deren Ermittlungsarbeit sich nicht allein auf den Walfang, die Weiterverarbeitung und den Handel richtet, sondern die vor Ort auch die Reise- und Unterbringungsmöglichkeiten für unsere Kampagne 2016 prüfen. Täglich treffen detaillierte Berichte und Bilder von unserem Team ein. Habt aber bitte Verständnis, dass wir mit den bescheidenen Mitteln, die uns in diesem Jahr zur Verfügung stehen, noch keinen großen Wurf präsentieren werden. Jedoch, wir bieten Euch in jedem Fall interessante Einblicke in die trügerische Idylle der sommerlichen Lofoten und berichten in den kommenden Wochen über die Menschen, die Walfänger, die Zuschauer, Befürworter und Gegner des Walfangs.

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Operation Whale Defense 2015 ist nur ein Anfang – Walfang und Meeresfrevel sind beharrliche Übel

Bis 2016 mit entsprechenden Geldmitteln und Manpower ausgestattet, soll es möglich werden, dass Freiwillige von IMMCS Germany nicht nur zuschauen und auf Facebook berichten, sondern zeitnah oder live grausame Walfänge ins Netz stellen, an die Medien geben und, wenn es sehr gut läuft, Fangaktionen in internationalen Gewässern, also außerhalb der 12 Seemeilenzone, sogar verhindern …können. Darüber wird auch die Spendenbereitschaft in Deutschland und Europa mit entscheiden. Des Weiteren wollen wir als IMMCS Germany schrittweise den diplomatischen Druck aus der EU, zunächst auf Norwegen und später auf die übrigen Walfangnationen im Nordatlantik erhöhen, indem wir mit Entscheidungsträgern kommunizieren. Für uns arbeiten Fachleute, die wissen, wie man mit Politikern und Behörden spricht. Außerdem sind Meeresschutzprojekte an den deutschen Küsten als Ergänzung geplant – wie Ihr wisst, kam der Segler Pegasus, unser erstes und bisher einziges Schiff, aus Vernunftserwägungen nicht bis nach Norwegen, soll aber schon bald als Botschafter der Meeresflora und -fauna die deutschen und niederländischen Küsten bereisen.

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Walfleisch als alltägliches Nahrungsmittel

So präsentiert sich die Lage im Lebensmittelmarkt. Zumindest für Norweger auf den Lofoten gehört der Wal auf den Tisch, wie im übrigen Europa Rind und Schwein.

Auf dem Etikett der eingeschweißten Frischware im Kühlregal wird ein vermeintlich rundum gesundes Lebensmittel angepriesen. Der Wal selbst wird als eine riesenhafte, scheinbar unerschöpfliche Nahrungsquelle beschrieben. „Wohlschmeckend und gesund“.


Alles andere als ungefährlich

Unserem Chefermittler auf den Lofoten gelang es, Bilder an Deck des Walfängers Unstad Junior zu filmen. Um unauffällig dorthin zu gelangen, nahm er einen 9 Km langen Marsch mit Gepäck durch die Wildnis auf sich.

Die Unstad Junior wird von Norwegen als Fischerboot gemeldet, das nach den zwischen der EU und Norwegen bestehenden Vereinbarungen sogar in EU-Gewässer einfahren darf. Wir werden diesen Sachverhalt im Auge behalten und prüfen, denn die Bilder von Deck der Unstad Junior beweisen, dass es sich um einen fangbereiten Walfänger handelt, der laut Aussagen der von uns vor Ort befragten Norweger mit seiner Harpune nur Wale fängt. Dem Schiff fehlen die Vorrichtungen zur Befestigung konventioneller Fischfangnetze.

Sieht so nichtkommerzieller Walfang aus, den Norwegen vorgeblich ausschließlich betreibt?

Unsere Eindrücke von den Schiffen in mehreren bis heute bereisten Lofoten-Häfen und nicht zu vergessen die professionelle Verkaufspräsentation, wie sie in einem Post weiter unten zu sehen ist, lassen daran durchaus zweifeln. Die Aufnahmen auf der Unstad Junior mussten übrigens abrupt beendet werden, als plötzlich der Flottenchef mit einer Luxuslimousine eintraf. Zufall oder stille Inselpost?

(Hinweis: Die Tötungsszenen im Video sind Bilder, mit denen die Walfänger selbst ihr blutiges Handwerk im Internet bewerben)


Chefermittler enthüllt seine Identität und resümiert diesjährige Kampagne

‚IMMCS Norway Whale Defense 2015‘ geht mit soviel Informationen im Gepäck wie möglich zu Ende, und unser Chefermittler zeigt erstmals sein Gesicht vor der Kamera. Wie Insider bereits wussten, handelt es sich um Michael Tenten, Gründer und Präsident von IMMCS Germany. Vor seiner Abreise aus Norwegen Anfang dieser Woche besuchte er in Svolvaer Wissenschaftlerin Heike Vester von ‚Ocean Sound‘, die als Walforscherin vor allem deren akustische Kommunikation, den Gesang der Wale, studiert. Soweit Michaels Fazit seines Aufenthaltes auf den Lofoten.

Eine große Dokumentation der gesamten Reise folgt bald.


„Walkampf“ in Mecklenburg-Vorpommern

Wir erinnern uns: Mitte Juli strandet die Pegasus auf ihrem Weg nach Norwegen an der deutschen Nordseeküste. Schluss mit lustig, so scheint es. Aber Dr. Wilfried Tenten, Kapitän der Pegasus und Mitgründer von IMMCS Germany macht gemeinsam mit Crew und Helfern aus der Not eine Tugend. Sie überführen den Segler zur Überholung in die Ostsee. Doch in Greifswald b…ringt das Team nicht allein das Boot auf Vordermann. Es werden auch Kontakte geknüpft. Das Ergebnis: Wilfried erhält die Einladung, einen Vortrag über IMMCS und den Walschutz in der Maschinenhalle der Museumswerft Greifswald zu halten, bei dem ihn Frank Riefenstahl unterstützt. Wilfrieds Vortrag wird ein voller Erfolg. Auch in dieser Form werden wir unsere Aufklärungsarbeit fortsetzen und Sensibilität für das Ökosystem Ozean und den Schutz der Meeressäuger wecken.

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Verirrter Schnabelwal: IMMCS fordert von Minister Stopp der „Gaffer-Fahrten“

Zuletzt war der Schnabelwal in der Wohlenberger Wiek bisweilen von Whalewatching-Booten umzingelt. Der dadurch verursachte Stress erschwert es dem Wal, einen Ausweg aus der topographisch ungünstigen Wiek zu finden. Wir haben den Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus deshalb per Fax um Abhilfe gegen diesen Missstand gebeten. Frank Riefenstahl ist außerdem mit Vollmacht unseres Vorstandes in der Region vor Ort, um direkt mit Verantwortlichen zu sprechen und von dort zu berichten.

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Geistige Nahrung, fetter Sound und vegane Catering-Symphonie

Ein riesiges Dankeschön gilt allen, die das Jahrestreffen von IMMCS Germany zu einem vollen Erfolg werden ließen, den Aufmerksamen Zuhörern der Präsentationen unserer IMMCS-Aktionen 2015/2016 und den Bands.

Danke Danger Dudes, Samarah, Krautalarm, A True Romance und Ayscobe. Ihr rockt!

Musik gab es auch für den Gaumen. Danke Küchenzauberin Julia Holtz für den gesunden Gaumenkitzel. Achtsamer Genuß hat ein Zuhause: Das Marples in Esslingen

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